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Thema: Bildung

Manipulationstechniken - erkennen und abwehren

Manipulationen werden Ihnen in fast jeder Kommunikationssituation begegnen. Ob im alltäglichen Small Talk oder in beruflichen Gesprächen, mit etwas Erfahrung finden Sie offene oder versteckte Manipulationen tatsächlich bei vielen Gelegenheiten.
Doch was sind Manipulationen überhaupt? Einfach ausgedrückt, versteht man unter Manipulationen, den bewussten oder unbewussten Einsatz unfairer Verhaltensweisen mit dem Ziel, den anderen Gesprächspartner verdeckt für die eigenen Zwecke zu beeinflussen.
Wie Sie Manipulationen vor allem im geschäftlichen Bereich bewusst erkennen und erfolgreich abwehren, ist hier das zentrale Thema.

Typische Manipulationsstrategien bewusst erkennen
Bevor Sie sich mit einzelnen, konkreten Manipulationsarten auseinandersetzen, sollten Sie die grundlegenden Strategien hinter Manipulationsversuchen kennen und erkennen können. Typischerweise lassen sich folgende Strategien differenzieren:

1. Blockadestrategien
2. Durchsetzungsstrategien
3. Sabotage im und nach dem Gespräch

Blockadestrategie – ich will dich nicht verstehen

Durch die Blockadestrategie versucht der Manipulator zu verhindern, dass sein Gesprächspartner sein Ziel erreicht. Er möchte also im Gespräch bleiben, ohne aber ein eigenes Ziel zu verfolgen.
• Nicht verstehen wollen
• Ausweichen
• Ablenken
• Absichtlich missverstehen
• Viel reden und nichts sagen
Beispiel für die Blockadestrategie:
Frau Klein beschwert sich bei Herrn Schmidt und dieser sagt: „Frau Klein, das ist natürlich bedauerlich, doch wussten Sie, dass nächsten Monat der Posten des Hauptagenten für Frankfurt am Main frei werden soll. Ich erzähle Ihnen das nur unter der Hand. Vielleicht sollten Sie sich darauf bewerben. Waren Sie schon mal in Frankfurt? Die herrliche Skyline, die Hochhäuser und jede Menge Kultur. Kann ich Ihnen nur mal empfehlen. Ach ja, wie geht es denn den Kindern? ….“
Da Frau Klein höflich erzogen wurde, wird sie Herrn Schmidt reden lassen und schließlich unverrichteter Dinge aus dem Büro gehen.

Durchsetzungsstrategien – ich will

Die Durchsetzungsstrategie wendet der Manipulator an, um mit allen Mitteln im Gespräch zu bleiben und sein Ziel zu verfolgen. Dabei bedient er sich Verhaltensweisen wie:
• Drohen, erpressen (das ist mein letztes Angebot, dann.. )
• Emotionen hochschaukeln
• Zeitdruck erzeugen
• schmeicheln, einschüchtern

Sabotage im und nach dem Gespräch

Eine Sabotage im Gespräch haben Sie vorliegen, wenn der Manipulator, dass Gespräch platzen lassen möchte, ohne die Verantwortung dafür zu übernehmen. Frustrierend wird es aber, wenn der Manipulator sich im Gespräch kooperativ gezeigt hat und nach dem Gespräch alles dafür tut, die erzielten Ergebnisse zum Scheitern zu bringen. Sie erkennen das an:
• Abbruch des Gespräch provozieren
• Unkooperativ sein
• Vereinbarungen nicht einhalten
• Blockaden aufbauen

Stellen Sie fest, dass man Sie manipuliert, dann könnten Sie natürlich selbst unfair werden. Doch das ist der falsche Weg. Mit fairen Gegenmaßnahmen erreichen Sie mehr und können das Ziel des Gespräches retten. Hier eine kleine Strategie:
1. Dabei bleiben Sie sachlich und fair. Mit Unsachlichkeit kommen Sie nicht weiter. Behalten Sie die Kontrolle und verfolgen Sie Ihr Ziel.
2. Bleiben Sie ruhig und gelassen, auch wenn es Ihnen schwer fällt. Der Umgang mit Manipulatoren ist reine Nervensache. Bauen Sie Ihrem Gegenüber goldene Brücken, um so das Gespräch zu retten.
Fazit: Werden Sie manipuliert, erkennen Sie das und beginnen Sie zu handeln.

Gastautor: "eulennest"